Den Himmel berühren im Wallis

Ferien. Zeit für unbekannte Orte und überraschende Momente. Aber obwohl wir immer mehr Möglichkeiten haben, wird es immer schwieriger, solche unentdeckten Orte und Erlebnisse zu finden. So einfach und selbstverständlich wie früher ist es jedenfalls schon lange nicht mehr.

Die stillen Geheimtipps von gestern sind die Gassenhauer von heute geworden. Instagram und Facebook sei Dank. Influencer und andere Freizeitprediger zeigen uns, wo es auf der Welt am schönsten ist und wo am interessantesten. Und dann fahren ganze Heerscharen hin, fühlen sich für ein paar Stunden selber wahnsinnig interessant, schalten die Kameras ein, lassen die Drohnen kreisen und machen am selben Ort das gleiche einzigartige Bild oder Youtube-Video, weswegen sie hier sind. Das posten sie dann natürlich auch. Und prompt kommt die nächste Welle. Und so weiter. Been there, done that. Das ist nicht originell, aber modern.

Tom und Hilde wollen nicht modern sein. Sie suchen kein Bad in der Menge, sondern ein einzigartiges Erlebnis in den Bergen. Sie kommen aus Belgien. Dort gibt es keine Berge. Die höchste Erhebung liegt hier auf exakt 700 Metern. Und man musste sogar etwas schummeln und einen Hügel aufschütten, damit vorne eine 7 steht. Das reicht unseren beiden Alpinisten natürlich nicht. Darum kommen sie immer wieder in die Schweizer Berge. Die wildromantischen Täler, die felsigen Abgründe, die Firnflanken und Gipfelkreuze – das sind ihre ewigen Sehnsuchtsorte und Ferienziele.

Das Sunstar-Angebot aus Saas-Fee «Mein erster 4000er» hat sie spontan angesprochen. Der Clou ist natürlich der Bergführer. Damit rückt ein ganz grosses Abenteuer auch für Flachländer in greifbare Nähe. Toni ist ein absoluter Profi. Das muss man gar nicht sagen, man sieht es, wenn man ihm zuschaut: Jede Handbewegung passt, jeder Griff sitzt, bewusst und präzise. Am ersten Tag besprechen Tom und Hilde mit Toni nicht nur die Route, sondern üben und trainieren schon mal etwas mit dem hochalpinen Material: Karabiner, Gstältli, Seile und Steigeisen. Was zieht man zuerst an, welche Lasche soll jetzt wo durch und wie muss der Knoten am Schluss aussehen? Der Bergführer weiss es und die «belgische Seilschaft» ist schnell von Begriff. Am Ende des erlebnisreichen Tages sind auch für sie Steigeisen und Eispickel etwas ganz Normales.

Noch ein Mal schlafen. Morgen gehts los. Hoffentlich hält das Wetter. Die Nebelfetzen fliegen ums Hotel. Einen plötzlichen Wetterumschwung im Gebirge wünscht sich niemand. Aber ein bisschen Ungewissheit gehört dazu, ein Viertausender ist schliesslich kein Familienspaziergang, sondern ein Abenteuer «off the beaten track». Tom und Hilde freuen sich.

Zwei Viertausender sind eigentlich schon fast ein Achttausender! Aber alles der Reihe nach. Das Wallis ist mit über 40 Viertausendern das unangefochtene Eldorado für Bergsteiger und alle, die in den Ferien besonders hoch hinaus wollen. Nach dem Erfolg des Angebotes «Mein erster 4000er» legen die Sunstar Hotels nun ein zweites Angebot nach: «Mein nächstes 4000er Erlebnis». 

Aber wie schon gesagt, alles der Reihe nach: «Mein erster 4000er» ist das Allalinhorn. Ein «leichter» Berg, aber mit satten 4027 Metern ist er trotzdem schon ganz schön hoch! Aber keine Angst, am ersten Tag gehts noch nicht ans Eingemachte. Zuerst lernen Sie mit einem erfahrenen Bergführer Material und Technik kennen. Im Rahmen einer Schulung bewegen Sie sich schon einmal etwas am Seil in Schnee und Eis. Das macht Spass und ist gar nicht so schwer! Am zweiten Tag gilts dann ernst. Um 4.30 Uhr in aller Herrgottsfrühe schellt der Wecker. Dann gehts zuerst mit der Bahn ein paar hundert Höhenmeter hoch. Bei der Bergstation ist es dann fertig mit Schummeln. Bald heisst es Steigeisen montieren und die Muskeln spielen lassen. Der Bergführer hat alles im Griff. Die Route, das Tempo, das Wetter. Auf dem Sattel gibts als Erstes eine Frühstückspause. Dann wird die letzte Etappe in Angriff genommen: der Weg zum Gipfel. Schritt für Schritt in der doch schon ziemlich dünnen Luft. Und dann hat man es geschafft, ist oben und kann den Himmel fast berühren. Fantastisch! Und was soll man erst über die Aussicht sagen! Wer noch nicht oben war, hat keine Ahnung und wer's schon gesehen hat, weiss, dass es unbeschreiblich ist.